Ein Interview mit Julia Bonk vom Gastro Marktplatz

Julia Bonk - Gastromarktplatz
Neuheiten für Gastronomen! Ohne Messebesuche immer auf dem neusten Stand. Ich habe ein Interview mit Julia Bonk geführt, bei dem es unter anderem um die Themen:
  • Gastro Marktplatz
  • Selbstständigkeit
  • Fehler
  • Gründen
geht. Das Interview in voller Länge findest du direkt hier eingebunden oder aber du nutzt deine Lieblingsapp auf Android Geräten oder mit dem Iphone.

Tom Gleitsmann:

Wie du dir als Gastronom durch einen Marktplatz viel Zeit Mühe und Opportunitätskosten sparen kannst. Willkommen bei der digitale Gastronomen, Der Podcast für den Gastronomen von morgen. Mein Name ist Tom Gleitsmann und heute habe ich ein Interviewgast dabei, auf den ich mich schon sehr freue und auf den ihr euch liebe Gastronomen, auch schon sehr freuen können. Denn ich habe heute jemanden dabei, der für den gastronomischen Förderpreis 2019 nominiert wurde. Neulich erst im Founders Magazin unter den Top 30 Gründern auf Platz drei gelandet ist. Und ja, ich darf euch heute ganz herzlich Julia von Gastro Marktplatz vorstellen. Hi Julia!

Julia Bonk:

Hi Tom! Ich freue mich auch, dass du mich quasi zum ersten Mal in die Welt der digitalen Interviews mithilfe von Zoom einweist. Ich bin mal gespannt!

Tom Gleitsmann:

Ich bin auch mal gespannt was das wird. Ich denke aber, dass wird super. Julia erzähle uns gern einmal: Was ist der Gastro Marktplatz und wie bist du auf die Idee gekommen. Das würde uns sehr interessieren.

Julia Bonk:

Ich fange mal an mit Gastro Marktplatz also Gastro Marktplatz ist eine Online-Plattform für neue Produkte für die Gastronomie. Das heißt. Man findet dort ganz viele spannende Lebensmittel und Getränke die neu auf Markt gekommen sind sozusagen die online Messe für die Gastronomen die sich unabhängig von Messe Zeitpunkten über Neuheiten informieren wollen. 24/7 geöffnet und digital zugänglich. Immer dann, wenn man Lust hat auf eine neue Inspiration.

Tom Gleitsmann:

Wie bist du auf die Idee gekommen. Es gab so etwas vorher noch nicht. Wie bist du herangetreten und was hast du vorher gemacht. Wie hast du die Inspiration dazu geholt.

Julia Bonk:

Ich fange mal ganz vorne an bzw. na sagen wir ich gehe zurück bis 2015. 2015 habe ich angefangen bei Milram Food Service zu arbeiten sprich Produkte für die Gastronomie. Ich war da im Produktmanagement im Marketing und habe Artikel für die Gastronomie auf den Markt gebracht. Das heißt Ich saß da im Büro am Schreibtisch hat mir neue Sachen ausgedacht und die haben wir dann auf den Markt gebracht. Und es war allerdings auf den Messen immer so, dass Köche vor mir standen und gesagt haben: Habt ihr was neues. Und seit wann habt ihr denn den Artikel und ich habe gesagt: „Warum kennst du den nicht, haben wir doch schon seit zwei Jahren im Sortiment.“ Und dann sitzt man da natürlich im Marketing und denkt sich: „Ja wann fängt unser Vertrieb endlich mal an zu kaufen sind sie zu doof.“ Woran liegt das. Und wahrscheinlich denkt sich der Vertrieb genau das Gleiche. Wenn man ihn fragt warum denkt sich da das Marketing solche Produkte aus die kein Mensch braucht. Aber ich hab mir dann gesagt Das kann irgendwie nicht der Grund sein warum unsere Produkte nicht bekannt sind und hab da ein bisschen nachgeforscht und hab festgestellt, dass viele Produkte bei den Gastronomen gar nicht bekannt sind und dass es einfach daran liegt, dass eben auf den Messen immer wieder Menschen vor einem stehen die einem diese Fragen stellen. Habt ihr was neues. Wie lange habt ihr das schon. Warum kenne ich das noch nicht. Ja und dann habe ich beschlossen diese Lücke zu schließen. Das war letztes Jahr. Da hatte ich diesen Gedanken: „Warum macht das eigentlich noch keiner digital“- Da hab ich mich dann einen Sommer lang eingeschlossen und jetzt gibt’s den Gastro Marktplatz.

Tom Gleitsmann:

Ich bin nebenbei auf der Webseite von Julia und ich sehe hier gerade eine Vegane Wurst. Oftmals höre ich von Bekannten, dass sich weniger Restaurants bei der Auswahl ihrer veganen Speisen bemühen. Und wenn sie mal überhaupt welche haben, dann sind es meistens Simpel Tofu Gerichte, die Veganer schon tausend Mal gesehen haben und nicht sonderlich kreativ sind. Angenommen man entdeckt auf dem Gastro Marktplatz jetzt diese neue Wurst und bestellt diese. Wenn ich die jetzt richtig verarbeitet und das Gericht vor allen Dingen Online Gut anpreise, dann rennen euch die Veganer die Bude ein. Die Inspiration ist nur ein Klick entfernt. Da müsste auf jeden Fall mal vorbeischauen. Mega interessante Produkte dabei. Julia, Gab es beim Gastro Marktplatz einen exponentiellen Aufstieg (also rasantes Wachstum) und wenn ja mit welchen Hebeln ist das geschehen, beziehungsweise zu welchem Zeitpunkt ist das geschehen.?

Julia Bonk:

*Lacher* rasantes Wachstum ist witzig. Mich gibt es ja erst seit Anfang des Jahres. Die Website gibt es erst seit März. Ich bin gerade so mittendrin auf dieser Welle und surfe da gerade noch mit auf dem Weg nach oben. Und es gibt nicht diesen Punkt, wo ich sagen kann „Das war jetzt.“ Der Punkt an dem das Wachstum auf dem Höhepunkt war, sondern seitdem die Seite online ist, wunder ich mich jeden Tag aufs Neue bzw. freue ich mich aufs Neue, Wie positiv die Resonanz ist und wie viele Menschen auf einmal auf mich zukommen die mich nur online kennen. Die mich über Instagram gesehen haben. Das würde ich sagen war der ausschlaggebende Punkt für mein Wachstum, dass ich einfach mit Instagram einen wunden Punkt in der Branche getroffen habe. Etwas was jetzt gerade im Service noch nicht so verbreitet ist, wo viele Unternehmen überlegen ob sie auf den Social Media Kanälen unterwegs sein sollen und wo ich einfach damit angefangen habe und gemerkt habe, as kommt extrem gut an..

Tom Gleitsmann:

Du hast mittlerweile fast 5000 Follower. Da kommen bestimmt einige Produkt Anfragen rein. Jetzt ist meine Frage: Was sind denn so die verrücktesten Produkt Anfragen, die du bekommst.

Julia Bonk:

Schnecken! Ich schreibe natürlich viele Unternehmen an, die mich bei Instagram finden & die sagen: „Hey, könnte mein Produkt spannend sein für deine Seite?“ Für meine Seite zählt natürlich nicht dass, was ich persönlich gut finde, sondern das was ich meiner Zielgruppe zeigen kann. Das heißt ich selektiert da gar nicht unbedingt vor, dass ich jetzt sage ein bestimmtes Produkt gefällt mir nicht und deswegen veröffentliche ich das nicht. Sondern es geht ja darum, dass das den Gastronomen gefällt und jeder soll am Ende auch selber entscheiden, ob er das einsetzt oder nicht. Meine persönliche Meinung zählt da gar nicht so sehr.

Du möchtest wissen wie es weiter geht? Höre dir das volle Interview im Podcast an.

Weitere Rezepte